Mut zur Lücke?! LKGS in der Öffentlichkeit

Shownotes

Ein Baby mit einer offensichtlichen Behinderung – was bedeutet das für uns als Mamas? Wie sind wir in der Öffentlichkeit, vor Freunden, Bekannten und Fremden damit umgegangen? Wie stark konnten wir sein und wann haben wir uns lieber zurückgezogen? Welche Belastung brachte das Thema „Öffentlichkeit“ mit sich, was hat es uns über uns selbst gelehrt, und wie hat sich der Satz „Hauptsache gesund“ in unser Herz eingebrannt? Warum schauen wir heute nicht mehr in fremde Kinderwagen?

So viele Fragen, Gedanken und Gefühle haben uns in dieser Zeit begleitet, und wir möchten sie nun mit euch teilen. Zwei sehr unterschiedliche Geschichten, die im Kern dasselbe ausdrücken: Ängste, Zweifel, Mut und die Erkenntnis, dass wir mit unseren Gedanken nicht allein sind.

Freut euch auf eine tief bewegende Folge – brutal ehrlich, voller Liebe, mit Momenten des Mutes und Tränen, die zeigen, wie sehr uns diese Erfahrungen geprägt haben.

💬 Was hast du für Erfahrungen gemacht? Möchtest du sie teilen, dann schreib uns gern unter info@lkgs-podcast.de

❤️ Danke, dass du dir die Zeit nimmst, uns zuzuhören – jeder einzelne von euch ist so wertvoll. Wenn dir die Folge gefallen hat, schick sie gerne an deine Liebsten weiter – oder an jemanden, von dem du denkst, dass er genau das gerade hören sollte.


Jingle: Martin Zalecki und Miriam Krost

Haftungsausschluss: Die in diesem Podcast getätigten Aussagen stellen keine medizinische Beratung dar. Die Informationen dienen ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzen keinesfalls eine individuelle Beratung durch eine qualifizierte Fachkraft. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch die Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen.

Quellen: https://docs.google.com/document/d/1guX67lJ8WOgM9HPAFd2xL247XrWUzb3hdMS4v8jcZHw/edit?usp=sharing

Transkript anzeigen

Sandra: Hallo, liebe Jenny.

Jenny: Hallihallo, liebe Sandra.

Sandra: Hallo, ihr alle da draußen. Schön, dass ihr da seid.

Jenny: Ja, und dabei seid bei einer neuen Folge von unserem Podcast.

Sandra: Einer ganz besonderen Folge.

Jenny: Ja, eine ganz besondere Folge. Wir wollen heute über das Thema Öffentlichkeit reden.

Jenny: Spalte in der Öffentlichkeit. Und vielleicht schaffen wir es ja auch,

Jenny: diese Folge mal in einen Rutsch aufzunehmen.

Sandra: Wir haben nämlich, Funfact, bisher jede Folge doppelt aufgenommen.

Sandra: Also wir könnten schon doppelt so weit sein.

Jenny: Ja, das ist mittlerweile so unser Arbeitsablauf. Wir haben so eine Datei,

Jenny: da schreiben wir unsere Gedanken rein und dann nehmen wir eine Folge auf und

Jenny: sagen immer, die Folge wird es jetzt.

Jenny: Und danach stellen wir dann jedes Mal fest, so wie in der Schule.

Sandra: Die war zu durcheinander.

Jenny: Die war viel zu durcheinander. So wie in der Schule, wenn du so einen Vortrag

Jenny: hattest und du übst den zu Hause und dann, ah, und dann kommt so wie eine Generalprobe

Jenny: immer und dann kommt so die Final-Aufnahme.

Jenny: Da wirst du was ich meine.

Jenny: Mal gucken, ob wir jetzt diese Folge beim allerersten Rutt schaffen.

Sandra: Das wäre so schön.

Jenny: Also wenn ihr das jetzt hört, haben wir es geschafft. Ja, schön.

Sandra: Tun wir es, Jenny. Diesmal schaffen wir es. Genau.

Jenny: Ja, das Thema, ich mag das Thema wirklich sehr und ich glaube, es ist richtig wichtig.

Jenny: Öffentlichkeit, die Spalte in der Öffentlichkeit. Und wir haben ja zwei sehr

Jenny: unterschiedliche Geschichten.

Jenny: Aber also meine Kleine hatte eine offensichtliche Spalte.

Jenny: Man hat es gesehen. Und deine Kleine hatte ja eine Gaumenspalte.

Jenny: Aber trotzdem hat beides ziemliche Auswirkungen auf die Öffentlichkeit.

Jenny: Und es macht was mit einem. Auch in Bezug auf die Öffentlichkeit.

Jenny: Und wir wollen euch da jetzt mal ein paar Einblicke geben.

Jenny: Explizit bei mir, was jetzt vor der Geburt war, nach der Geburt bis hin zur

Jenny: OP und dann nach der OP. Da wollen wir euch jetzt mal so ein bisschen mitnehmen.

Sandra: Was da so die Gedanken, Gefühle, Ängste, Sorgen waren.

Jenny: Ganz genau. Und ich bin auch schon ganz gespannt von dir zu hören, was du erzählst.

Sandra: Ich bin auch gespannt, weil darüber haben wir tatsächlich noch nicht so intensiv gesprochen.

Jenny: Da haben wir selber uns auch noch gar nicht so wirklich drüber unterhalten.

Jenny: Und es ist so, so wichtig.

Jenny: Und ich glaube, da ist auch jeder Mensch anders.

Jenny: Das hat auch, glaube ich, ist wirklich ganz individuell. Aber trotzdem gibt

Jenny: es, glaube ich, auch so Dinge, das ist, also es ist einfach ein großes Thema.

Jenny: Es ist ein großes Thema und es ist wichtig, dass man dem Raum gibt,

Jenny: um gehört zu werden. Und wir hoffen, ja.

Sandra: Genau. Es ist auch erstmal ein Schock, so die Diagnose.

Jenny: Voll. Also, was ich ganz, also, ich habe darüber so viele Gedanken mir immer

Jenny: und immer wieder gemacht.

Jenny: Auch solche klassischen Vorgänge, die man nie hinterfragt, wenn man,

Jenny: ich sage mal, ein gesundes Kind hat.

Jenny: Unsere Kinder sind in der Hinsicht auch gesund, aber ihr wisst, wie ich meine.

Jenny: Und der Termin zur Frauenarzttermine, ganz klassische Frauenarzttermine,

Jenny: habe ich immer vielen Menschen davon erzählt.

Jenny: Also meine Familie wusste Bescheid, meine engsten Freunde und so.

Jenny: Und ich weiß noch, in dem Termin, das war so um die 20.

Jenny: Woche und da ging es auch ums Geschlecht und ich wusste immer nicht,

Jenny: würde ich es mir sagen lassen oder nicht, sieht man es oder sieht man es nicht.

Jenny: Und dann war so dieser Termin und ich bin so da reingegangen immer.

Jenny: Und das ist halt so, im Nachhinein betrachtet, fand ich das so oberflächlich

Jenny: und so bescheuert, wirklich einfach doof, dass der Fokus so,

Jenny: also nicht, natürlich liegt ja auch auf der Gesundheit bei dem Kind,

Jenny: aber irgendwie, vielleicht kennt ihr es selber.

Sandra: Du gehst ja davon aus, dass das Kind gesund ist.

Jenny: Genau, du hast immer die Erwartung. Man geht ja nie davon aus,

Jenny: dass die jetzt auf einmal irgendwas feststellen könnten.

Jenny: Und ich weiß, wie ich da lag. Und sie meinte so, meine Frau,

Jenny: eine Ärztin, ist eine ganz, ganz wundervolle Frau.

Jenny: Und sie wollte sich noch überhaupt nicht darauf festnageln und wollte mich erst

Jenny: noch zur Feindiagnostik schicken.

Jenny: Aber sie hat dann auf jeden Fall, ich glaube, sie hat das Geschlecht gesehen, das war alles.

Jenny: Und dann hat sie aber noch was entdeckt im Gesicht. Sie hat gemeint,

Jenny: ich bin mir nicht ganz sicher, das Kind liegt nicht so richtig,

Jenny: aber es könnte sein, dass dein Gesicht vielleicht, sieht aus vielleicht wie

Jenny: eine Spalte, aber ich weiß es nicht.

Jenny: Und ich lag so da und dachte so, ich kenne sie auch. Ich dachte so, wow, okay.

Jenny: Und dann bist du rausgekommen aus dem Termin und dann hat dich jeder gefragt,

Jenny: wie war es, wie war es? Und hat man was gesehen, hat man was gesehen?

Jenny: Und ich wollte danach niemanden sprechen, niemanden.

Jenny: Oh, da kündige ich direkt. Oh, das arbeitet.

Jenny: Das glaube ich. Ich wollte niemanden sprechen, ich wollte zu niemanden was sagen.

Jenny: Ich wollte, meine eine Freundin, die rief an und boah, so, hat man was gesehen, hat man was gesehen?

Jenny: Ich bin nicht drangegangen, ich wollte mit niemandem reden, weil ich habe dann

Jenny: so gefühlt, wie bescheuert ist denn das eigentlich, dass ich so, ne,

Jenny: und jetzt hat man was und ich selber für mich musste damit erstmal irgendwie

Jenny: mich sammeln, damit klarkommen, Das kommt zu einem ganz späteren Zeitpunkt.

Jenny: Mich erstmal selber da sammeln.

Jenny: Und dann hatten wir eine Woche später den Haupttermin zur Feindiagnostik.

Jenny: Den habe ich nicht vielen Menschen erzählt.

Jenny: Also allgemein, dann sowieso. Dann nach der Feindiagnostik stand es fest.

Jenny: Und dann so die Sache, wem erzähle ich es? Was erzähle ich?

Jenny: Weil man sagt ja immer, Hauptsache das Kind ist gesund. Und in der Hinsicht,

Jenny: das ist ja so ein Satz, das hörst du ja immer wieder.

Jenny: Hauptsache, sie sind gesund. Das ist doch das Geschlecht, das ist doch egal.

Jenny: Hauptsache, sie sind gesund. Und das stimmt ja zu 100%. Aber wenn dich dann jemand fragt.

Sandra: Dein Kind ist halt nicht gesund.

Jenny: Aber was antwortest du dann?

Sandra: Eben, ich hatte, also ich wusste ja von der Fehlbildung in der Schwangerschaft nichts.

Sandra: Also das ist ja dadurch, dass es eine Hart- und Weichgaumenfehlbildung ist,

Sandra: wird es, also es kann entdeckt werden, aber sehr selten und auch nicht sicher.

Sandra: Und ich hatte aber ein anderes Problem in der Schwangerschaft und zwar hatte

Sandra: ich so Antikörper. Also quasi

Sandra: wie eine Rhesusinkompatibilität. Das war ein kompliziertes Wort. Genau.

Sandra: Also ich hatte so Anti-E-Antikörper.

Sandra: Und dadurch wusste ich halt auch nicht, wie es meiner Tochter geht,

Sandra: ob sie gesund zur Welt kommt. Und wenn mich dann jemand gefragt hat,

Jenny: Ist es ein Mädchen oder ein Junge?

Sandra: Ach ja, ist ja auch egal. Hauptsache gesund. Und ich dachte mir so,

Sandra: ja, keine Ahnung. Und ich habe dann irgendwann gesagt, Hauptsache geliebt.

Jenny: Oh, das ist ja wundervoll. Oh, da kriege ich auch richtig Känzehaut.

Jenny: Hauptsache geliebt, ganz toll.

Sandra: Weil das war so das Einzige, worauf ich mich halt irgendwie verlassen konnte.

Jenny: Boah, crazy. Guck mal, wie... Und dann...

Jenny: Es sind so viele Dinge auf einmal so unrelevant, oder?

Jenny: Also wie zum Beispiel das Geschlecht. Das ist dann auf einmal so absolut unrelevant,

Jenny: welches Geschlecht dein Kind hat, weil es geht um was viel Größeres.

Jenny: Es geht um die Gesundheit von deinem Kind. Boah, der König.

Jenny: Wow. Und dann aber auch, wie wirklich, für mich war auch so,

Jenny: wir wussten es, es steht fest, unser Kind kommt mit dieser Fehlbildung auf die Welt.

Jenny: Was man noch nicht zu 100 Prozent sagen konnte, ist, ob der Gauben komplett

Jenny: betroffen ist oder nicht. Meine Feindiagnostikfrau, sagt man das so? Ärztin?

Sandra: Feindiagnostikerin.

Jenny: Ja, genau. Sie meinte, sie denkt, es ist klassisch. Sie denkt, es ist komplett durch.

Jenny: Aber ich habe immer noch so, ich hatte einen Termin damals, also vorgestellt

Jenny: haben wir uns in der Klinik in Frankfurt.

Jenny: Und der Arzt dort, der hat gemeint, man erkennt das nicht komplett auf dem Unterscheid.

Jenny: Also die Chancen bestehen auch, dass der kaum zu ist.

Jenny: Zu dem Termin kann ich ja dann noch mal was sagen. Aber auf jeden Fall,

Jenny: das hat mich bedurcht und es war immer so mein Funken Hoffnung.

Jenny: So, okay, für mich ist nur die Lippe.

Jenny: Wo ich mich immer so ein bisschen... Aber für mich war... Also ich wollte die...

Sandra: Weil du gedacht hast, wenn der Gaumen zu ist, dann kannst du trotzdem stillen?

Sandra: Oder was war der Unterschied für dich?

Jenny: Ja...

Jenny: Ja, und aber auch, wo ich erfahren habe, es ist diese Fehlbildung,

Jenny: dann googelst du ja in der Regel.

Jenny: Und das habe ich mich nicht getraut, weil ich hatte Angst vor dem Anblick.

Jenny: Kannst du einfach so sagen, ich hatte Angst vor diesem Anblick.

Jenny: Und ich dachte, wenn das zum Beispiel nur die Lippe ist, ist es vielleicht nicht so schlimm.

Jenny: Dann ist es vielleicht nicht so extrem, der Anblick.

Jenny: Und ich habe wirklich ein paar Tage auch gebraucht. Ich finde,

Jenny: man muss sich einfach an diesen Anblick gewöhnen.

Jenny: Das ist einfach nichts Typisches. Das ist nichts Typisches.

Jenny: Und ich selber hatte immer das Gefühl, ich muss erstmal, erstmal wollte ich Wissen darüber haben.

Jenny: Bevor ich mit irgendeinem anderen Menschen darüber rede, wollte ich Wissen haben.

Jenny: Ich wollte wissen, was ist das?

Jenny: Vielleicht auch, wie entsteht das? Ich wollte mich belesen. Ich habe mir dann

Jenny: viele Broschüren von der Rosenthal-Gesellschaft, was ich ganz,

Jenny: ganz wundervoll finde, bekommen und konnte da viel drüber lesen.

Sandra: Vielleicht zeigen wir das gerade nochmal. Das ist die Wolfgang-Rosenthal-Gesellschaft.

Sandra: Das ist eine Gesellschaft, die sich für Lippen, Kiefer, Gaumen,

Sandra: Fehlbildungen stark macht, die ganz viele Infos kostenlos verteilt.

Sandra: Aber ich glaube, da kannst du sogar mehr drüber sagen, weil du bist ja da Mitglied.

Jenny: Ja, so viel mehr kann ich tatsächlich auch noch nicht sagen.

Jenny: Aber ich finde das einfach so wundervoll, dass Menschen, die betroffen sind

Jenny: in diesen Situationen, dieses Wissen zur Verfügung gestellt wird, kostenlos.

Jenny: Und dass ich gesagt habe, ich möchte das definitiv unterstützen und bin dann

Jenny: auch gleich, also habe mich als Mitglied eingetragen, weil ich finde,

Jenny: es ist einfach so eine wichtige Arbeit und die gehört einfach unterstützt.

Jenny: Und da einen Beitrag zu leisten, fand ich einfach ganz, ganz wichtig.

Sandra: Ich glaube, ich muss das auch noch machen.

Jenny: Ja, mach das.

Jenny: Ich bin so dankbar, dass es sowas gibt.

Jenny: Diese Broschüren sind gekommen und ich konnte mich da ein bisschen reinlesen.

Jenny: Ich habe auch gelesen, es ist nicht die Schuld der Eltern.

Jenny: Weil das ist ja auch ein Thema. Habe ich was falsch gemacht?

Jenny: Gott, ich glaube, ich könnte alles heulen in dieser Folge. Das ist wirklich...

Sandra: Das darfst du, glaube ich. Ich glaube, es geht da ganz vielen Mamas so.

Sandra: Dieses Thema hatte ich ja auch. Ich hatte das halt nach der Geburt,

Sandra: weil ich das ja nicht wusste, in der Schwangerschaft. Aber genau dieses Thema

Sandra: ist bei mir genauso gewesen.

Sandra: Also vor allem so diese Schuldfrage. Genau. Habe ich zu wenig Folsorge genommen?

Sandra: Habe ich zu viel Stress gehabt?

Jenny: Ja.

Sandra: Ich hatte dich was ändern können.

Jenny: Weißt du, was ich bei uns war ja... Ich bin ja so zur... Also,

Jenny: ich dachte immer Silvester, wo so viel geknallert wird und geböllert wird und

Jenny: da entsteht so Rauch und ich hatte Angst, habe gedacht, ach du Grüne,

Jenny: dann habe ich das vielleicht eingeatmet.

Jenny: Ist es vielleicht dadurch oder so, was Quatsch ist, was Quatsch ist.

Jenny: Also, wir kommen auch nochmal dazu, wie das entsteht und gehen da tiefer drauf

Jenny: ein, aber es ist Quatsch.

Jenny: Es ist ein Zusammenspiel aus ganz vielen Faktoren und ja, aber es sind Gedanken,

Jenny: die man hat. Das sind Gedanken, die man hat.

Sandra: Ja, das sind halt so Ängste.

Sandra: Trotz medizinischer Ausbildung und dem Wissen, dass es eigentlich ja nicht so

Sandra: sein sollte, trotzdem die Angst, dass ich zu spät Folsäure genommen habe.

Sandra: Also das sind so, ich glaube, das sind aber so Mama-Gedanken,

Sandra: wo man die Fehler sucht irgendwie.

Jenny: Ja, man sucht Erklärung halt auch. Und gerade in Bezug auf die Öffentlichkeit,

Jenny: kein Mensch wird, sage ich jetzt, ich glaube, kein Mensch wird würde einen diesen

Jenny: Vorwurf machen und würde sagen, du hast was falsch gemacht.

Jenny: Obwohl, fällt mir gerade ein, auch ganz, ganz interessant, ich habe eine Mutti

Jenny: im Krankenhausgängen gelernt und die war schon älter.

Jenny: Also hat ihr Kind ein bisschen später bekommen und sie meinte,

Jenny: sie hat tatsächlich mal von einem älteren Mann, weil gerade die ältere Gesellschaft

Jenny: ist bei diesem Thema noch ziemlich angehaftet, was ich ganz schlimm finde.

Jenny: Aber ja, anderes Thema. Und auf jeden Fall, der ältere Mann hat zu ihr gemeint,

Jenny: naja, in dem Alter sollte man auch keine Kinder mehr kriegen.

Sandra: Oh, dann bist du doch noch selber schuld, oder was?

Jenny: So auf die Art. Boah. Und ich, wo sie mir das erzählt hat, das ging so richtig

Jenny: durch Knochen und Mark, weil ich gedacht habe, was ist, also du brauchst so ein hartes Fell.

Jenny: Weil wenn du das gesagt bekommst.

Sandra: Du bist halt selber schon so am struggeln und überlegen, ob du nicht was falsch

Sandra: gemacht hast und dann kriegst du von außen noch irgendwie sowas gesagt und dann glaubst du es sofort.

Jenny: Und das ist so ein Quatsch. Das ist so ein Quatsch. Das hat nichts mit dem Alter zu tun.

Jenny: Ja, also kriegt so alt, wie ihr wollt. Babys, das hat damit nichts zu tun.

Jenny: Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Man malt sich Dinge im Kopf aus.

Jenny: Zum Beispiel auch, ich reagiere so und so darauf, wenn mich ein Mensch darauf anspricht.

Jenny: Und dann bist du in der Situation und es ist ganz anders. Weil da kommen die Emotionen mit dazu.

Jenny: Dann kommt das Gegenüber mit

Jenny: dazu. und dann funktioniert es einfach nicht mehr. Und so ist das auch.

Sandra: Du reagierst halt nicht mehr rational, sondern das ist eine komplett emotionale Reaktion.

Sandra: Genau. Die ist einfach, die legt halt das offen, was halt wirklich in einem

Sandra: vorgeht, gerade, dass man an sich selbst zweifelt.

Jenny: Ja. Ich hatte auf jeden Fall vor der Geburt dieses wahnsinnige Bedürfnis,

Jenny: mir erstmal wirklich Wissen darüber anzueignen.

Jenny: Und,

Jenny: Ich war so, ich hatte mein Baby im Bauch und ich wollte das beschützen.

Jenny: Ich wollte das beschützen. Ich wollte, das war so, meine engsten Angehörige wussten das.

Jenny: Aber was soll ich machen? Soll ich eine Rundmail rumschicken und schreiben so,

Jenny: hey, nur, dass ihr Bescheid wisst?

Jenny: Also ich für mich, ich für mich konnte das nicht. Ich konnte es nicht.

Sandra: Es ist ja auch nichts, was man auf dem Spielplatz eben so erzählt.

Jenny: Ja, aber dann fragt dich jemand und alles gut ist es gesund.

Jenny: Und dann stehst du so da und denkst dir, nein, aber ich möchte es dir auch nicht erzählen.

Sandra: Das ist eigentlich richtige Reaktion, wäre ja genau die.

Jenny: Ja, wäre es.

Sandra: Nein, aber ich möchte nicht darüber reden. Ja, genau. Aber wie machst du denn

Sandra: dann weiter mit dem Smalltalk?

Jenny: Genau. Ja, eigentlich, das ist ja wie mit dem, hey, wie geht's dir?

Jenny: Ja, eigentlich geht's mir scheiße, aber du willst es doch bestimmt eh nicht hören.

Jenny: Weißt du, das ist so dieses, es ist ja schön, dass die Leute nachfragen.

Jenny: Es hat ja auch keiner eine böse Absicht.

Jenny: Und wenn man mit jemandem darüber reden würde, ich glaube, die wenigsten hören

Jenny: einem da nicht zu, auch gerade bei solchen Themen. Aber die Frage für mich war ja, ich wollte es nicht.

Jenny: Ich wollte, wenn es sich ergeben hat, also zum Beispiel enge Angehörige oder auch Freunde.

Jenny: Also es gab schon Menschen, ich sag mal so in meinem Self-Space,

Jenny: den ich das erzählen wollte.

Jenny: Aber es gab auch einfach Menschen, denen ich das nicht erzählen wollte,

Jenny: weil das so, es war so mein Ding.

Jenny: Und ich hatte so Angst, also ich hatte wirklich Angst, dass es an die Öffentlichkeit

Jenny: kommt. So doof wie das klingt irgendwie, weil ich hatte so, ich lebe in einem kleinen Dorf.

Jenny: Und die Gesellschaft, die hat so ihre Meinung darüber.

Jenny: Und ich hatte so, ich kann das so schwer erklären, aber ich wollte so einfach

Jenny: so mein Baby beschützen und das sollte so in mir, das war so,

Jenny: ja, ich selber hatte mein Kind ja noch gar nicht gesehen und habe es noch nicht kennengelernt.

Jenny: Und dann sollen andere Menschen über sie reden.

Jenny: Und die Leute, die sind ja häufig und gerade auch die ältere Generation,

Jenny: die ist ja nicht rational. Oder sagt man rational? Also die sind ja nicht neutral.

Jenny: Sondern es gibt halt diese Menschen, die sagen, na, hast du das und das gemacht? Und so.

Sandra: Ja, da ist halt oft dieses Schulddenken gleich da.

Jenny: Genau. Und ich war nicht bereit dazu, dass meine Mutti, oh Gott,

Jenny: meine Mutti ist mal einkaufen gegangen.

Jenny: Und dann wurde sie auch von einer Bekannten über 10.000 Ecken angesprochen und

Jenny: hat gemeint, ja und deine Tochter, oh Gott, das ist ja schlimm und genau darauf

Jenny: hatte ich halt keine Lust.

Jenny: Und meine Mutti ist auch so ein emotionaler Mensch wie ich und sie hat ganz

Jenny: so wundervoll reagiert in dem Moment und hat gesagt, nein, es ist ein gesundes

Jenny: kleines Kind und es ist eine Sache, die behandelbar ist,

Jenny: aber man braucht halt erst mal diese Stärke. Ja, klar.

Sandra: Man ist selber noch nicht fertig mit Verarbeiten und wird dann ständig damit

Sandra: konfrontiert, dass doch alles gut ist.

Sandra: Oder mit was? Wieso? Warum kommt das? Hast du was gemacht?

Jenny: Das ist voll verrückt, darüber so zu reden. Das ist ganz...

Sandra: Aber ich glaube, Jenny, dass du gerade ganz, ganz viele Menschen so abholen kannst.

Jenny: Ich wünsche es mir sehr, ja. Ich wünsche es mir. Wo meine Mutti mir dann davon

Jenny: erzählt hat, das war wie so ein, oh mein Gott, jemand ist in meine Blase eingetrunken.

Jenny: Die Menschen wissen jetzt davon.

Jenny: Die Leute reden über mich. Die reden über mein Baby.

Jenny: Und das war, ich selber konnte ja noch gar nicht damit wirklich mit diesem Thema groß was anfangen.

Jenny: Und jetzt wusste ich, Menschen reden darüber. Und ja, das war wirklich hart.

Jenny: Und da haben wir dann so den Ängstenkreis eingeweiht.

Jenny: Es gab Menschen, die davon wussten, wo ich es vielleicht nicht wollte, was auch okay war.

Jenny: Jetzt im Nachhinein betrachtet kann ich da viel selbstbewusster draufklicken,

Jenny: aber in der Situation war es so, wie es war. Und es war okay so.

Sandra: Ja, du bist verletzlich und wie gesagt, du kennst ja dein Baby auch selber noch

Sandra: gar nicht. Ja, das ist es ja.

Sandra: Du kennst nicht das Ausmaß, du weißt nicht, wie du selbst reagieren wirst.

Jenny: Total, total. Und...

Jenny: Dann kam die Geburt und wir werden eine eigene Folge zur Geburt machen,

Jenny: weil das ist auch ein großes Thema.

Jenny: Und dann war dieses kleine Würmchen da und ich musste mich daran gewöhnen.

Jenny: Ich musste mich an den Anblick gewöhnen. Ich habe sie immer bedingungslos geliebt,

Jenny: auch wo sie in meinem Bauch war.

Jenny: Und das war für mich immer mein Baby und sie war perfekt, so wie sie war.

Jenny: Aber man musste sich dran gewöhnen.

Jenny: Wir mussten jetzt an der Stelle kurz unterbrechen. Unsere Kids.

Sandra: Die Busy Moms.

Jenny: Die Busy Moms. Die Kids hatten Hunger.

Sandra: Wir mussten mal kurz stillen.

Jenny: Genau. Kurze Stillpause.

Jenny: So. Es ist auch gar nicht verkehrt, um mich mal wieder zu sammeln. Genau.

Sandra: Ich finde das einfach nur schön und authentisch. Und wie ich schon gesagt habe,

Sandra: ich glaube, dass du sehr, sehr viele Mamas und Papas gerade abholen kannst an

Sandra: dem Punkt, wo sie gerade in einer Schwangerschaft oder nach einer Geburt stehen.

Jenny: Das würde ich mir wünschen, ja. Gut, wir waren nach der Geburt und man muss sich dran gewöhnen.

Jenny: Was bei mir dann...

Sandra: Ganz kurz noch.

Jenny: Ja.

Sandra: Hattest du Angst davor, wie sie aussieht?

Jenny: Ja. Hatt ich. Hatt ich, ja.

Sandra: Ja, was genau, wovor hattest du da Angst?

Sandra: Also, dass du sie nicht annehmen kannst oder dass andere Menschen sie schlecht

Sandra: aussehend finden quasi?

Jenny: Ja, ich kann diese Angst gar nicht richtig zuordnen oder beschreiben, aber es war...

Jenny: Also, das klingt jetzt total doof und auch wirklich total bescheuert.

Jenny: Aber ich habe mal bei meiner ersten Tochter, da habe ich schon immer gedacht,

Jenny: ach du grüne Neune, was ist denn, wenn die rauskommt und ich finde die gar nicht hübsch?

Jenny: Was wirklich total doof ist. Aber das sind ja manchmal so, wie wird wohl ihre

Jenny: Nase aussehen oder alles so. Also was wirklich, also du hast dann...

Sandra: Ich habe das voll den legitimen Gedanken.

Jenny: Ja, okay. Weil du hast dann dein Baby, also bei meiner ersten Tochter,

Jenny: ich hatte mein Baby dann auf den Arm und es war alles vollkommen perfekt.

Jenny: Und nicht ein einziger Gedanke war da noch da dran.

Jenny: Wie können, ist sie hübsch oder nicht? Also versteht es nicht falsch,

Jenny: ihr wisst, wie ich meine.

Jenny: Und ich wusste dann am Anfang von meiner zweiten Schwangerschaft,

Jenny: musste ich über diesen Gedanken so schmunzeln, wo ich es noch nicht wusste.

Jenny: Weil ich gedacht habe, ach, wie witzig.

Jenny: Die Gedanken bei einer Erstlingsmutti und so.

Jenny: Bei mir, völliger Quatsch. Dein Kind kommt raus und es ist dieser Moment und

Jenny: es ist immer Magic und du wirst es lieben, so wie es ist und so.

Jenny: Dann hatte ich die Diagnose und auf einmal war dieses Thema hübsch halt wirklich ein Thema.

Jenny: Und ich war so, wow.

Jenny: Und da kam eine Angst. Aber weniger eine Angst, ob sie hübsch ist.

Jenny: Weniger eine Angst, ob sie hübsch ist.

Jenny: Nee, es war keine Angst. Es war auch ein Stück weit so, ich war so neugierig, wie sieht sie aus?

Jenny: Wie schaut es aus? Es war eine Angst vor dem ganzen Ungewissen.

Jenny: Aber keine Angst vor ihr. Das wäre falsch. Es war keine Angst vor ihr.

Jenny: Und auch nicht, wie sie aussieht. Ich wusste ungefähr, also ich hatte mich dann

Jenny: ja damit beschäftigt, wusste, wie so Kinder ausschauen.

Jenny: Und ich wusste ungefähr, wie sie aussieht. Also ich hatte keine Angst.

Jenny: Es war eine Angst vor dem großen Ganzen.

Jenny: Vor dem ersten Moment.

Sandra: Auch den Reaktionen von anderen Menschen.

Jenny: Um ehrlich zu sein, während der Schwangerschaft bin ich eigentlich noch selbstverständlich

Jenny: davon ausgegangen, dass mein Kind, egal wie es kommt, ich nehme es immer zu 100% perfekt an.

Jenny: Ich hatte noch gar keine Angst vor der Schwangerschaft, davor,

Jenny: weil ich bin fest davon ausgegangen, das wird eigentlich 1 zu 1 wie bei meiner ersten Tochter sein.

Jenny: Also mein Baby kommt raus und es ist vollkommen perfekt, so wie es ist und ich

Jenny: kann es 100% so annehmen, wie es ist.

Jenny: Deswegen meinte ich, ich hatte nach der Geburt, ich musste mich dran gewöhnen. Und.

Jenny: Und ich war, und das ist halt total individuell, ich war halt so im Drive,

Jenny: so im Machen, so in der Ablenkung, dass ich, die Geburt war traumhaft,

Jenny: wo sie dann aber da war, ich war immer noch so im Funktionieren,

Jenny: ich war so im Abhaken, so im Machen und dann war sie halt da und ich, diese Momente,

Jenny: Und das ist alles Thema Geburt. Ich glaube, das wird jetzt hier viel zu tiefgreifend gehen.

Jenny: Das ist Thema Geburt, aber es war auf jeden Fall anders und ich musste mich

Jenny: daran gewöhnen. Und das ist okay.

Jenny: Es ist okay. Ich glaube, es ist nicht schlimm, wenn wir diese Kinder,

Jenny: diese Kinder, das klingt so, aber wenn wir unsere Babys bekommen und man muss

Jenny: sich erst an den Anblick gewöhnen.

Jenny: Ich glaube, das ist okay. Ich glaube, das darf sein.

Jenny: Ich will nicht sagen, nicht normal, weil was ist normal?

Jenny: Es gibt kein normal, aber es ist einfach anders und man ist es nicht so gewohnt.

Jenny: Und daran darf man sich gewöhnen und deswegen liebt man ja seine Babys nicht mehr oder weniger.

Jenny: Das ist ja völliger Quatsch, weil diese Liebe, die man zu seinem Kind hat,

Jenny: das ist ja was ganz anderes, das ist ja viel tiefer.

Jenny: Das kann man nicht durch, also für

Jenny: mich gesprochen, nicht durch sowas in Anführungszeichen Oberflächliches,

Jenny: in der Hinsicht beeinträchtigen.

Jenny: Es ist trotzdem alles anders und man muss damit klarkommen.

Jenny: Und was dann bei mir ein großes Thema war, war Bilder schicken.

Jenny: Was ich mit meiner ersten Tochter selbstverständlich gemacht habe,

Jenny: ein Bild rumzuschicken nach der Geburt, konnte ich da nicht.

Jenny: Weil, klar, auch nicht meiner Familie. Ich habe gesagt, weil auf Bildern sehen

Jenny: Kinder immer anders aus und ich habe gesagt, ich möchte,

Jenny: dass mein Baby so gesehen wird, wie es ist, wie es sich bewegt,

Jenny: wie es so ist, wie ein Baby ist. Weil das ist ganz anders wie auf einem Bild.

Jenny: Und ich wollte, also ich hatte immer wie so mein Safe Space und ich wollte nicht,

Jenny: der Gedanke, ich schicke, später ging das, aber ganz am Anfang,

Jenny: ich wollte nicht ein Bild jemandem schicken und der zeigt das dann weiter.

Jenny: Und das war auch bei Dankeskarten.

Jenny: Da war es genau so eine Frage. Und da hatte Ich hatte mit Freundinnen Kontakt

Jenny: und die haben schon gemeint,

Jenny: sie finden es so oder so schon komisch, Dankesgarten zu verschicken und dann

Jenny: zu wissen, sie hängen in einem fremden Wohnzimmer, also keine Ahnung,

Jenny: vielleicht vom Nachbar XY, der hat mich jetzt im Wohnzimmer stehen oder im Kühlschrank hängen,

Jenny: mit dem ich eigentlich nichts weiter zu tun habe.

Jenny: Der hat mir aber eine Glückwunschkarte eingeworfen, also will ich mich bedanken und so.

Jenny: Und dann hatten wir ja ich den Fall mit einem Baby mit Spalte und möchte ich,

Jenny: dass sie bei fremden Leuten ist.

Jenny: Und ich glaube, da gehen die Meinungen total auseinander, weil ich habe mich

Jenny: da in dem Facebook-Forum und auch anderweitig belesen und habe da so gesucht.

Jenny: Und ich war von Anfang bis Ende nie diese Mutti, die...

Jenny: Super schlagfertig war und damit, also es ist mir unglaublich schwer gefallen.

Jenny: Na anders, wie soll ich das verpacken? Es gibt diese Muttis,

Jenny: was ich völlig cool finde und genau perfekt.

Jenny: Die haben schon in der Schwangerschaft jeden davon erzählt. Das Umfeld war bestens darauf vorbereitet.

Jenny: Die haben dann die Dankeskarten rumgeschickt mit Bild von dem Kind,

Jenny: weil das Kind ist so, wie es ist und so.

Jenny: Und das ist richtig. Es wäre aber falsch, wenn ich sagen würde,

Jenny: ich war so, weil ich war so nicht.

Jenny: Es ist mir unglaublich schwer gefallen, eine Dankeskarte zu machen mit einem

Jenny: Bild von ihr drauf, um das fremden Menschen zu geben.

Jenny: Ich hatte nicht diese, diesen, das ist so, wie es ist und ich stehe da zu 100%

Jenny: dahinter, aber ich war emotional viel zu angriffig.

Jenny: Man konnte mich ganz leicht innerlich verletzen, wenn da nirgendwas gekommen

Jenny: wäre und ich habe mich geschützt.

Jenny: Ich habe mich geschützt, wahrscheinlich nicht mal unbedingt die Kleine,

Jenny: sondern mich, weil ich nicht, ich hatte einmal eine Situation,

Jenny: wir waren einkaufen und ich habe sie immer, ich habe sie nicht versteckt oder

Jenny: so, aber ich hatte so einen.

Jenny: Das klingt, ich glaube, man fühlt das, wenn man in der Situation ist,

Jenny: aber wenn man nicht in der Situation ist, ich hatte mit einer sehr,

Jenny: sehr, sehr guten Freundin von mir, Meine beste Freundin,

Jenny: mit der habe ich mich unterhalten, die hat auch zwei Kinder und die hat halt

Jenny: genau diese Dinge gesagt mit, das ist dein Kind und es gehört so zu dir,

Jenny: wie es ist und ich würde das da gar nicht verstecken und so und ich habe diese

Jenny: Gedanken total verstanden, aber in dem Moment ging es nicht,

Jenny: es ging nicht. Und so auch, wenn wir einkaufen waren.

Jenny: Ich wollte einfach nicht, dass jeder Mensch in den Kinderwagen guckt.

Jenny: Und dann hatte ich einmal eine Situation und ich habe sie in der Bibelschale

Jenny: liegen gehabt und da konnte man das Visier, sie hat geschlafen.

Jenny: Also hätte ich das auch bei meiner anderen Tochter. Man bewertet dann die Dinge

Jenny: so. Also ich habe das Visier halt ganz zugemacht.

Jenny: Und dann sind wir spazieren, also waren im Drogeriemarkt und auf einmal kam

Jenny: eine wildfremde Frau, die ist auf die Knie gegangen, um in diesen Kinderwagen

Jenny: zu gucken, dann streckt sie zurück, guckt mich an und so, oh,

Jenny: Und dann läuft es einfach weiter. Nee, oder dann kommt ja manchmal auch noch

Jenny: so ein, dann kommt ja manchmal auch noch so ein, ach wie hübsch, äh, und läuft weiter.

Sandra: Und das war für mich so... Man kann es den Leuten ja nicht mal übel nehmen,

Sandra: weil die sind ja selber dann erschrocken und merken wahrscheinlich vor allem,

Sandra: dass sie gerade was Blödes gemacht haben.

Sandra: Ja. Und dann ist es auch noch eine blöde Situation.

Jenny: Aber dann, das ist auch wieder... Guck mal, wie übel... Also,

Jenny: das ist mittlerweile so normal drin, wie dieses, oh, Hauptsache gesund,

Jenny: dieses, oh, mal Baby angucken.

Jenny: Aber das ist so ein Eingriff in die Privatsphäre. Das ist doch kein,

Jenny: also das ist völlig egal, ob das

Jenny: ein gesundes Kind ist oder ein Kind mit Spalte oder egal was ich finde.

Jenny: Und das weiß ich aber auch erst, seitdem ich meine zweite Schwangerschaft,

Jenny: mein zweites Baby hatte, weil vorher war ich der größte Baby-Gucker auf der

Jenny: Welt, weil ich es geliebt habe, kleine Babys anzugucken.

Jenny: Aber in dem Moment ist mir erst mal klar geworden, wie krass übergriffig das

Jenny: ist und dass das ein, das ist ein Schritt in die Privatsphäre der Eltern und

Jenny: das Kind ist ja kein Tier im Zoo, was man sich anguckt.

Jenny: Also so doof, wie es jetzt klingt und das ist jetzt total vielleicht auch übertrieben,

Jenny: aber in dem Moment habe ich mir gedacht, wieso kommen wildfremde Menschen zu

Jenny: mir und schauen in den Kinderwagen?

Jenny: Ich will das nicht. so und diese Situation,

Jenny: ich war dann auf einmal in dem Laden, es war im Wochenbett Wochenbett auch,

Jenny: Thema für sich ich war total meine Gefühle, ich stand so neben mir ich musste

Jenny: aufpassen, dass ich in diesem Laden nicht umkipp,

Jenny: ich war auf einmal wie in so einem Tunnel,

Jenny: und ich habe nur noch die Sachen, die ich brauchte in den Wagen gelegt und dann bin ich raus.

Jenny: Und dachte so, boah Und ich musste so weinen, ich musste das so verarbeiten

Jenny: und mit meinem Mann zusammen und das war wirklich schwer für mich. Und das glaube ich.

Jenny: Es wäre schön gewesen, wenn ich dann in dem Moment einfach, ich meine,

Jenny: ich weiß diese Dinge und es ist auch so, ich stehe zu 100% immer hinter meinem Baby.

Jenny: Immer, egal wie. Aber das war so, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll.

Jenny: Das war einfach wie so ein Eintritt in meine Blase.

Jenny: Und die Leute meinen es ja auch nicht böse. Man kann ja da niemandem auch nur

Jenny: einen Vorwurf machen. Das ist ja gar nicht schlimm.

Jenny: Ja, aber es war einfach schwierig es wirft.

Sandra: Einen aus der

Jenny: Bahn total, es wirft einen aus der Bahn und ich weiß nicht, das war wie so,

Jenny: wenn ich mir vorstelle, ich habe so einen Schutz um mich drum herum,

Jenny: wie als würde da jemand reinpiksen,

Jenny: so, und mein Schutz war einfach nicht stark genug, dass da die Piekser nicht

Jenny: durch sind, die sind durch und die sind mitten ins Herz und das hat weh getan,

Jenny: das hat verdammt weh getan, und deswegen habe ich irgendwann angefangen,

Jenny: Wie so einen Schutz zu haben. Also das ist mir dann auch erst nach der OP bewusst

Jenny: geworden, wie abgekapselt wir eigentlich waren.

Jenny: Also nicht bewusst. Ich habe die Dinge, die gemacht werden mussten, habe ich gemacht.

Jenny: Also ich bin klar mit ihr einkaufen gegangen. Ich bin auch, was weiß ich.

Sandra: Mit der Größen auf dem Spielplatz dann.

Jenny: Und ja, genau, sowas, ich hatte sie in der Trage, ich hatte sie viel in der Trage.

Jenny: Kinderwagen war für mich so, wie so ein Präsentieren und ich hatte immer Angst,

Jenny: wenn ich mit dem Kinderwagen rausgehe, dass jetzt irgendein Nachbar,

Jenny: also ich wohne in einem Mehrfamilienhaus und die Leute in dem Haus kannten sie

Jenny: und das sind auch ganz wundervolle Menschen, die haben da gar nicht irgendwie,

Jenny: das eine ist auch eine Freundin und da ist es was ganz anderes.

Jenny: Die Leute, die sie kennen, da war auch alles ganz normal.

Jenny: Für uns war es sowieso normal. Also wir haben, für uns kam dann irgendwann der

Jenny: Punkt, es war völlig normal.

Jenny: Natürlich, wenn du dein Kind anschaust, steht es schon noch auch im Fokus.

Jenny: Du guckst immer als erstes auf die Spalte. Bei mir war das schon.

Sandra: Es ist das Gesicht.

Jenny: Genau, es ist das Gesicht. Du guckst da drauf. Aber für uns war es normal.

Jenny: Auch meine Familie musste sich anfangs, glaube ich, daran gewöhnen. Aber es war dann normal.

Jenny: Und dann war sie, wie sie ist. Und hat sich entwickelt, wie sie sich entwickelt und es war alles normal.

Jenny: Aber nach außen hin ist es mir immer schwer gefallen, ganz souverän da aufzutreten

Jenny: und mit dem Kinderwagen durchs ganze Ort zu fahren.

Jenny: Es war für mich schwer. Ich hatte sie in der Trage, bin in der Trage mit ihr

Jenny: spazieren gegangen, aber desto mehr gefühlt ich mal mitbekommen habe,

Jenny: wie Menschen darauf reagieren,

Jenny: umso mehr wollte ich diese Situation nicht entstehen lassen.

Jenny: Wenn sie entstanden sind, dann war es so, dann war das kein Problem.

Jenny: Also nur wenn jetzt irgendjemand sie gesehen hat und hat, die Leute haben ja

Jenny: auch nicht böse in der Regel bei mir. Ich habe nie eine böse Erfahrung gemacht.

Jenny: Die Leute waren immer total, ach und ist doch so süß, wie sie ist und so.

Jenny: Und ich habe sie nie bewusst nicht gezeigt oder so.

Jenny: Ich habe nur, ich hatte so meine Komfortzone.

Jenny: Ja, ich hatte meine Komfortzone. Wir haben hinten draußen einen schönen Garten

Jenny: und da sind wir immer gegangen oder in den Wald spazieren oder so.

Jenny: Ich war, ich wollte es aber einfach nicht wie so präsentieren,

Jenny: obwohl das auch das falsche Wort ist.

Jenny: Ich hatte so meine Komfortzone, in der habe ich mich sehr gefühlt,

Jenny: wie meine Blase, meine Bubble, wo wir alle waren.

Jenny: Da waren die Menschen, die mir wichtig waren, die waren da alle drin und da war alles ganz einfach.

Jenny: Aber am Wochenende waren wir auf einer Taufe und da habe ich mich gefragt,

Jenny: wie wäre es wohl, wenn meine Kleine noch diese Spalte hätte?

Jenny: Und ich glaube, ich hätte...

Sandra: Also vom jetzigen Zeitpunkt aus gesehen?

Jenny: Ich glaube, ich wäre vielleicht nicht hingegangen. Weil es ist einfach so,

Jenny: es ist einfach so, kein Mensch, kein Mensch, auch nicht auf die Seite auf,

Jenny: er hätte irgendwas Böses gesagt.

Jenny: Aber es ist einfach dieses Gucken.

Jenny: Und ich, ich weiß nicht, ich weiß wirklich nicht, wie ich es erklären soll.

Jenny: Sondern das ist einfach, es ist wie, als hätte ich diese ganzen Emotionen aufgesaugt

Jenny: und es hat mich so leergezogen irgendwie.

Jenny: Verstehst du das irgendwie so?

Sandra: Ja, verstehe ich total. Ich finde es total spannend, dass ich da ganz ähnliche

Sandra: Gefühle hatte, obwohl man es nicht gesehen hat.

Jenny: Ja, erzähl mal.

Sandra: Weil bei meiner Tochter ist ja die Lippe zu, also es ist auch der Kiefer zu,

Sandra: Es fängt direkt hinter dem Kiefer an.

Sandra: Also man hat es nicht gesehen, aber auch ich hatte meine Bubble.

Sandra: Ich bin auch nicht aus meiner Komfortzone raus. Ich hatte halt dieses Thema,

Sandra: dass ich es immer mit Spritze und Sonde, also ich habe ja Fingerfeeding mit

Sandra: Sonde und Spritze gemacht und dann hatte ich halt immer eine Spritze,

Sandra: eine Sonde und Fingerfeder und die Milchpumpe im BH drin.

Sandra: Und also ich bin an sich schon mal wegen dem ganzen Equipment irgendwie so ungern

Sandra: rausgegangen, weil ich immer dachte, was ist, wenn ich irgendwas vergesse oder

Sandra: wenn die Pumpe nicht mehr geht.

Sandra: Und ja, klar hatte ich dann eine Ersatzhandpumpe dabei, aber es war halt einfach

Sandra: ein riesen Rucksack, den ich dabei hatte. Das war das Erste.

Sandra: Und ich wollte das auch irgendwie so gar nicht wahrhaben.

Sandra: Ich wollte ja immer stillen und vielleicht noch mal kurz zurück zum Thema Geburt.

Sandra: Also wir haben das ja dann, ich habe bei der Geburt das ja noch nicht gewusst

Sandra: und ich war einfach in dem Moment, wo sie auf die Welt gekommen ist,

Sandra: war ich glücklich, dass es ihr gut geht.

Sandra: Also wegen den Antikörpern haben wir sie ja ein bisschen früher geholt,

Sandra: also per Kaiserschnitt und ich war einfach nur so selig und glücklich,

Sandra: dass sie gesund ist und dass sie atmet, dass sie keine Gelbsucht hat.

Sandra: Ich habe dieses Baby auf der Brust gehabt und war einfach nur so,

Jenny: Ist die hübsch.

Sandra: Ich war so glücklich und habe dann da schon versucht auch zu stillen und das

Sandra: hat halt nicht geklappt. Da hätte ich mir ja noch keine Gedanken gemacht.

Sandra: Aber als sie dann halt am zweiten Tag nachts auch immer noch nicht getrunken

Sandra: hat, habe ich halt dann klar Pumpen angefangen und Fingerfeeling und so weiter.

Sandra: Aber ist jetzt ein anderes Thema.

Sandra: Das war auf einmal, wo ich es rausgefunden habe, dass sie eine Gaumenfehlbildung hat.

Sandra: Plötzlich war dieses Familienbild von, ich nehme das kleine Mäuschen in die

Sandra: Trage und kann mit dem großen Kind auf den Spielplatz gehen und völlig in Ruhe stillen.

Sandra: Dieses Bild war weg und damit war viel Aufmerksamkeit von meiner großen Tochter weg.

Sandra: Und ich hatte immer eine wahnsinnige Angst in der Schwangerschaft,

Sandra: dass meine große Tochter zu kurz kommt, dass es zu heftig für sie wird.

Sandra: Und es war dann immer so in der Schwangerschaft, ja, ist normal,

Sandra: es sind halt zwei Kinder.

Sandra: Aber irgendwas war da in meinem Kopf, dass ich diese brutale Angst hatte,

Sandra: dass meine große Tochter zurückstecken muss so stark.

Sandra: Und mit dieser Sekunde, wo ich gespürt habe, dieses Kind hat eine Gaumenfehlbildung,

Sandra: wusste ich, dass diese Angst mehr als Realität wird jetzt.

Sandra: Und ich habe plötzlich mein eigenes Kind, ich habe sie als Bedrohung wahrgenommen auf einmal.

Sandra: Also sie war quasi der Grund, dass meine große Tochter jetzt zurückstecken muss

Sandra: und zwar nicht auf eine normale Geschwister-Zurücksteckweise,

Sandra: sondern auf so eine, hey,

Sandra: dieses Kind wird operiert werden, da werden einiges an Untersuchungen gemacht werden müssen.

Sandra: Da ist ein Problem mit der Ernährung, da ist viel Angst und Sorge,

Sandra: viel Kümmern, da ist ganz, ganz viel, was jetzt auf dieses große Mäuschen zukommt.

Sandra: Und ich hatte so eine Angst, weil diese große Befürchtung halt so wahr geworden ist.

Sandra: Und ich bin selber nicht klargekommen damit und habe mich deswegen auch so eingeigelt. Und das war...

Jenny: Und das ist, glaube ich, was du da gerade gesagt hast, dieser Hauptfaktor wahrscheinlich

Jenny: an allem, wie man selber damit klarkommt.

Jenny: Weil ich sage mal, bei deiner Tochter hat man das direkt ja nicht gesehen,

Jenny: aber du hast es gesehen und das ist es ja.

Jenny: Du hast das gesehen, du hast das gewusst. Und man hat ja immer so dieses Bild

Jenny: von der Öffentlichkeit, was sich zum Teil ja manchmal auch bestätigt, aber nicht immer.

Jenny: Und man ist oft man selber, man selber in einem drinne.

Jenny: Das ist wahrscheinlich in dem ganzen Thema Hauptaugenmerk.

Sandra: Ja, wie man selber damit umgeht, weil das Kind, das kennt das nicht anders. Das lebt damit.

Sandra: Und ich hatte auch immer das Bedürfnis, mich so zu erklären,

Sandra: wenn ich sie überkommen habe.

Sandra: Und also bei mir war es ja dann eben am Anfang vor allem nicht nur,

Sandra: dass ich nicht das Flasching gegeben habe und nicht gestillt,

Sandra: warum auch immer ich diesen Gedanken hatte, dass ich dann keine gute Mutter bin.

Sandra: Weil bei jedem anderen habe ich überhaupt kein Thema damit, dass jemand eine Flasche gibt.

Sandra: Und bei mir selber hatte ich aber diesen Anspruch, ich muss stillen,

Sandra: um eine gute Mutter zu sein.

Sandra: Und dann habe ich nicht nur nicht gestillt, nur die Flasche gegeben in meinen

Sandra: Augen quasi, sondern ich habe dann auch noch eine Spritze und eine Sonde gehabt.

Sandra: Und dann hatte ich immer dieses Gefühl, ich muss das erklären,

Sandra: warum ich das Kind so fütter, wie ich es fütter.

Sandra: Und das waren auch so diese Blicke. Und ich wollte überhaupt nicht darauf angesprochen werden.

Sandra: Ja, diese Blicke. Und gleichzeitig habe ich gebraucht, irgendwie darüber zu

Sandra: sprechen, damit ich selber wieder klarkomme.

Jenny: Aber halt nicht mit Fremden. Nur durchs Learning lernt man sowas.

Jenny: Denn Dinge, die man machen muss, zum Beispiel, wenn wir Arzttermine wahrnehmen

Jenny: mussten und dann waren wir auf einmal zum Beispiel in Siegen und sind dann in

Jenny: das große Kaufhaus, wo so viele Menschen waren und geguckt haben.

Jenny: Und da in solchen Situationen hat man dann aber häufig auch erstmal festgestellt,

Jenny: es ist nur halb so schlimm, wie man denkt.

Jenny: Trotzdem ist es, ja, vielleicht fühle ich es zu 100 Prozent, was du sagst.

Jenny: Ja, vor allem, wenn du,

Jenny: wie du meinst, wenn du dann da bist, das fühlt sich halt so,

Jenny: so ein Kind mit Sonde und Spritze Fingerfeeding zu machen und das auch in der

Jenny: Öffentlichkeit, das ist ja,

Jenny: es fühlt sich gleich so krank an.

Jenny: Also so auch dieses, ja, als, ne,

Jenny: so, das ist gleich so und dann kommen die Blicke, dann kommen die Menschen,

Jenny: die schauen, oh, was macht die denn da mit dem Kind und, ne,

Jenny: und dann ist dieses, so doof wie es klingt, dieses Mitgefühl,

Jenny: was viele dann ja haben und anzeigen,

Jenny: das ist ja oft das, was am meisten,

Jenny: so dieses, oh mein Gott, was ist, so, ne, dieses, was kein Mensch böse meint,

Jenny: aber das ist ja dann oft dieses...

Jenny: Ich will das nicht. Ich will kein Mitgefühl.

Sandra: Das ist das, was weh tut.

Jenny: Genau, ich will kein Mitgefühl. Also, ist schon klar.

Sandra: Aber nicht von irgendwelchen Unbekannten irgendwie.

Jenny: Nee, weil für einen selber wird diese Situation irgendwann total normal.

Jenny: Das ist dann einfach so, wie es ist. Zu Hause ist es kein Thema,

Jenny: Fingerfeeding zu machen.

Jenny: Das ist das Normale auf der Welt. Für uns ist das normal, aber für andere Menschen,

Jenny: und das finde ich, ist so ein Thema allgemein im Bezug auf Behinderung.

Jenny: Egal, was die Kinder haben? An der Stelle einmal ganz kurz.

Jenny: Immer wenn wir das Wort Behinderung benutzen, dann beziehen wir uns auf unsere

Jenny: Kinder, also auf die Fehlbildung, die unsere Kinder haben.

Jenny: Eine Lippenkewer-Gaumenspalte ist teils eine hundertprozentige Behinderung,

Jenny: deswegen nutzen wir das Wort.

Jenny: Aber wir können und wollen das nicht vergleichen oder gleichsetzen mit irgendeiner

Jenny: wirklich schwerwiegenden, nicht reparablen Behinderung.

Jenny: Und wir wollen da auch niemanden mit angreifen oder verletzen.

Jenny: Also wir beziehen uns wirklich immer auf unsere Kinder.

Jenny: Und das ist uns an der Stelle einfach nochmal ganz wichtig zu sagen und jetzt

Jenny: auch im nächsten Abschnitt.

Jenny: Wir wollen einfach nur klarstellen, wie wundervoll und wertvoll jeder einzelne

Jenny: Mensch ist und Und wie normal es für jeden Einzelnen ist, das muss jeder für

Jenny: sich festlegen und entscheiden.

Jenny: Und wir können nur unsere Erfahrungen, unsere Meinungen mit euch teilen.

Jenny: Aber wie gesagt, wir wollen niemanden verletzen, angreifen oder über irgendetwas

Jenny: urteilen, über das wir nicht urteilen können.

Jenny: Es ist in der Gesellschaft, wie soll ich sagen, es ist noch wie so eine Gruppe

Jenny: für sich selber in Bezug auf und da kann ich nur von mir selber immer reden.

Jenny: Ich war auch immer der Mensch und habe das nie eine böse Absicht gehabt,

Jenny: wenn man irgendwo einen Mensch sieht mit einer Behinderung oder mit Down-Syndrom

Jenny: oder man schaut hin, man schaut hin und guckt.

Jenny: Und das ist so bescheuert, weil natürlich habe ich keine böse Absicht damit,

Jenny: aber wenn es normal wäre, wird es gar nicht auffallen.

Sandra: Aber es ist nicht normal.

Jenny: Ja, genau. Und das ist ja... Aber was ist normal? Was ist normal?

Sandra: Eben. Du hattest einen Struggle mit normal.

Sandra: Und es ist halt so, wie der Großteil der Menschen ist, ist dann halt als Normalität

Sandra: definiert. Und unsere Kinder weichen von der Norm ab.

Jenny: Genau, und sobald irgendwas abweicht, ist es auf einmal so, oh, oh mein Gott.

Jenny: Aber wer sagt denn, dass das, ich sag mal, schlimm ist?

Jenny: Weil für mich war das dann irgendwann, mein Kind war so, wie sie ist.

Jenny: Und ich fand das auch immer so wichtig, dass Menschen uns einfach mal sehen.

Jenny: Ich habe häufig dann auch, ich hatte einmal ein Telefonat, das fand ich ganz interessant.

Jenny: Und mit einer ganz, ganz, ganz lieben Frau, die ist auch schon ein bisschen

Jenny: älter, ne, und hat auch angerufen und gesagt, oh mein Gott und so,

Jenny: ne, und ich so, es ist alles gut, es geht uns gut, es geht meinem Baby gut, es geht mir gut.

Jenny: Und ich fand es auch immer so wichtig, den Leuten zu zeigen, so, es geht uns gut.

Jenny: Das ist nichts, wo man so, oh mein Gott und oh mein Gott.

Jenny: Natürlich ist es eine richtig schwierige Zeit, aber es wird einfach normal.

Jenny: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, man gewöhnt sich daran.

Jenny: Das ist dann irgendwann einfach so gang und gäbe.

Jenny: Das ist nichts, wo man kommt damit klar.

Jenny: Aber in der Gesellschaft ist es einfach etwas, was von der Norm abweicht und

Jenny: ist dann auf einmal so...

Jenny: Nicht mehr normal. Und da kann man sich aber jeder selber fragen,

Jenny: weil ich war oder auch immer der Mensch, der geguckt hat.

Jenny: Ich war auch immer einer von den Menschen, wenn irgendwo ein Mensch mit einer

Jenny: Behinderung war, der das so wahrgenommen hat und hat geguckt,

Jenny: aber niemals mit einer bösen Absicht. Aber ich hab's, mir ist es...

Sandra: Ja, und...

Jenny: Aber wie schön wäre es, dass Kinder... Kinder ist das perfekte Beispiel.

Jenny: Kinder nehmen das nicht wahr.

Jenny: Kinder sind so, oh guck mal, der sitzt im Rollstuhl. Naja, unegal, geh hin und so.

Jenny: Und allein schon, wenn man, wie wir mit Menschen, die eine Behinderung haben,

Jenny: interagieren, übermäßig freundlich sind oder, weißt du, allein das ist schon,

Jenny: das ist dann nicht normal.

Jenny: Aber genau das ist ja das, was die Leute nicht wollen. Ich möchte nicht.

Sandra: Ja, die wünschen sich Normalität.

Jenny: Ja, ich wollte nicht anders behandelt werden, als meine Freundin,

Jenny: die ein Kind hat, was nicht die Spalte hat. Ich wollte genauso behandelt werden.

Jenny: Ich wollte nicht, dass du mit meinem Kind jetzt übermäßig freundlicher bist,

Jenny: dass du mehr Gucci-Gucci machst oder so.

Jenny: Ich wollte ganz genau so behandelt werden, wie jedes andere Kind auch.

Jenny: Und da ist mir erst mal bewusst geworden, dass dieses ganze Thema Behinderung

Jenny: gar nicht in der Gesellschaft als so angekommen ist.

Jenny: Weil normalerweise bräuchte es kein Kutschikuh und ich bin übermäßig freundlich, weil das ist Quatsch.

Jenny: Man muss die Leute alle so annehmen, wie sie es sind, weil jeder Einzelne ist

Jenny: perfekt, genauso wie er ist. Jeder.

Jenny: Ja, also verstehst du, wie ich meine? Ja, gell?

Sandra: Ja, verstehe ich. Ich hatte eine ganz lustige Geschichte.

Sandra: Ich mache ja Luftartistik und ich habe ganz, ganz viel an Schulen gearbeitet

Sandra: mit körperlich und geistig teilweise schwerbehinderten Kindern.

Sandra: Und ich habe eine Artistengruppe geleitet mit einem Freund zusammen,

Sandra: wo ein blindes Mädchen dabei war.

Sandra: Und das war so eine Situation, die war so einfach, aber die hat mir so die Augen geöffnet.

Sandra: Ich habe, also um zu erzählen, von der Grundvoraussetzung her,

Sandra: es war wohl für sie total schwierig, überhaupt in irgendeine Sportgruppe reinzukommen,

Sandra: weil sie blind war und das war immer irgendwie ein Problem.

Sandra: Und dann ist die Mama und sie sind zu mir gekommen und das war so,

Sandra: ja klar kann sie mitmachen, warum denn nicht?

Sandra: Und da waren die total happy, also von da schon. Und ich habe dann aber irgendwie

Sandra: trotzdem gemerkt, also es war überhaupt kein Thema, dass ihr mitmacht.

Sandra: Ich habe nur irgendwann gemerkt, ich sage Sachen wie, also ich habe den Kindern

Sandra: gesagt, ja ihr dürft ans rote Tuch, ihr dürft ans weiße Tuch.

Sandra: Also Tuch ist so ein Luftartistik-Vertikal-Luftgerät.

Sandra: Und dann habe ich immer gesagt, ach ja, das stimmt so und so,

Sandra: du weißt ja nicht, welches Tuch ich jetzt meine.

Sandra: Und irgendwann hat sie gemeint, du, ich weiß genau, welches Tuch das Rote und welches das Weiße ist.

Sandra: Und ich dachte mir so, hä? Und sie sagt, ja, das Weiße ist viel rauer als das Rote.

Sandra: Und ich dachte mir so, wie geil.

Sandra: Und auch, dass sie sich getraut hat, das so zu sagen. Hey, du brauchst mir das

Sandra: nicht extra erklären, lass mal. Ich verstehe das schon, wie alle anderen auch.

Jenny: Genau das meine ich.

Sandra: Und das war so ein Schlüsselmoment für mich.

Jenny: Ja. Ja, und genau das meine ich. Genau das meine ich.

Jenny: Ja, das ist das perfekte Beispiel dafür. Genau das meine ich.

Jenny: Jeder Mensch mit einer Behinderung ist normal.

Sandra: Ja, also die finden ihre eigene Normalität.

Jenny: Ja, genau. Und für uns ist es schwer greifbar, aber für die ist das genau,

Jenny: also ganz, ganz, ganz, ganz wundervolles Beispiel.

Jenny: Ja, ganz wundervoll.

Jenny: Es beschreibt alles, was ich gerade versucht habe irgendwie zu sagen. Ja, ganz toll.

Jenny: Und so sind wir dann so unsere Monate. Es wurde leichter.

Jenny: Es wurde von Monat zu Monat leichter für mich, weil ich besser damit klarkam.

Jenny: Wir hatten mehr unsere Routine.

Jenny: Es wurde jetzt nicht leichter in Bezug auf das, also zur Öffentlichkeit hin gerichtet.

Sandra: Aber man hat halt seine Routinen. Genau. Man weiß, wie man diese Routinen meistert.

Jenny: Und wie gesagt, ich fand es immer schön, Menschen, wenn sie es wollten,

Jenny: also irgendwann auch für meine

Jenny: Freunde und so, es war einfach alles ganz normal. War gar kein Thema mehr.

Jenny: Und ich fände es einfach wichtig, die Menschen zu zeigen, wie wir leben.

Jenny: Weil manchmal genau kam auch der Punkt ich will euch mal lieber gehen lassen

Jenny: und ihr seid doch so nicht so, nein Quatsch kommt vorbei, ist gar kein Thema,

Jenny: seid mit dabei und so sind wir das muss.

Sandra: Man glaube ich erstmal verarbeitet haben um dann da so zu reagieren

Jenny: Aber das ist ein Prozess bei den engsten Leuten und bei denen ich das auch wollte,

Jenny: ich habe nicht jeden in unsere Blase reingelassen Ich habe unsere Blase sehr geliebt.

Jenny: Unsere kleine Wohlfühlblase, die im Radius von 500 Meter ums Haus ging.

Jenny: Und der Pluswald, das war mein Wohlfühlort und das war gut so.

Jenny: Und wenn ich mich, und das ist vielleicht auch wichtig, wenn man an seinem Gefühl,

Jenny: wenn ich eine unwohle Situation hatte dann habe ich die auch verlassen und ich glaube das ist okay,

Jenny: kann mich da erinnern an ein Grill Fest bei meiner Family und dann kamen noch,

Jenny: Freunde von meinem Bruder ganz ganz tolle Menschen das hat nie was mit den Menschen zu tun Nie.

Jenny: Aber ich selber habe mich dann in dem Moment nicht mehr wohlgefühlt,

Jenny: weil ich mit diesen Situationen nicht konfrontiert werden wollte.

Jenny: Kein Mensch hätte uns was Böses getan. Kein Mensch hätte was Komisches gesagt.

Jenny: Aber ich wollte wieder in meine Blase.

Jenny: Ich wollte wieder heim in meine Blase und wollte da wieder meinen Wohlfühlort einfach haben.

Jenny: Und ich glaube, das ist einfach okay. Ich glaube, da darf man einfach auf sich

Jenny: hören und darf dem nachgehen. Ja. Ja.

Jenny: Und dann hatten wir... Die OP hat mich da so drauf gefreut, in Bezug auf,

Jenny: dass es danach einfach wieder ein Stück normaler wird, alles.

Jenny: Das habe ich mir erhofft und das ist auch passiert.

Jenny: Also mir ist danach, jetzt wird mir erstmal bewusst.

Jenny: Wie die ganzen letzten Monate waren.

Sandra: Dass er immer ein Eingegeltor.

Jenny: Total. Wie leicht jetzt auf einmal alles wieder werden darf.

Jenny: Ich mache die vorher normalsten Dinge, mache ich jetzt und sehe erst mal,

Jenny: wie lange ich sie nicht gemacht habe.

Jenny: Es war so wundervoll auf der Taufe zu sein und jeder hat mit der Kleinen so

Jenny: schön interagiert und für mich hat das,

Jenny: aktuell gar keinen Fokus mehr und man sieht natürlich noch was es.

Sandra: Ist ja dazu gesagt, ihr seid ja nach der ersten wir sind

Jenny: Nach der ersten.

Sandra: Lippenheftung, ihr habt nicht das Endergebnis nee, gar nicht obwohl nicht die

Sandra: Lippe und die Nase alles so hergestellt wie es mal sein wird Ja,

Jenny: Und das finde ich, ich finde das voll krass, aber ich bin schon so,

Jenny: dass ich sage, ich wäre jetzt auch dann, also es wäre okay, ich könnte so,

Jenny: wäre alles gut, dieses große Offensichtliche ist weg.

Jenny: Und ich finde sie so wie sie jetzt ist, perfekt ich finde sie wunderschön alles

Jenny: wie sie jetzt ist gehört genauso zu ihr hat es davor auch, keine Frage aber,

Jenny: die Narbe, die sie hat die gehört zu ihr wie alles andere die erzählt eine Geschichte

Jenny: die erzählt eine Geschichte.

Sandra: Von einem so starken,

Jenny: Kleinen Mädchen total Total.

Sandra: Genau. Wie viel die schon durchgemacht haben in ihrem kurzen Leben.

Jenny: Ja, ganz genau. Und das ist auch ganz, also ich glaube, das ist das Wichtigste,

Jenny: was man machen kann, dass man den Kindern das so beibringt.

Jenny: Dass man denen so sagt, sie sind so wundervoll und so perfekt, wie sie sind.

Jenny: Mit Narbe. Scheißegal. Das gehört dazu. Das erzählt was.

Jenny: Und sie sind vollkommen perfekt, genau so, wie sie sind.

Jenny: Und das Schöne ist auch jetzt halt einfach, es ist so, ich kann sie stillen.

Jenny: Ja, wenn wir irgendwo sind, ich mache die Brust raus und gucke sie manchmal

Jenny: an und denke, ich bin so stolz auf uns, dass wir geschafft haben,

Jenny: dass wir das geschaffen haben. Und es wird jetzt manchmal so leicht.

Jenny: Also es ist ein langer Prozess, das zu verarbeiten. Wirklich ein langer Prozess, glaube ich.

Sandra: Auch nach OP noch.

Jenny: Total. Aber es gibt immer mal so Momente, wo ich denke, wow.

Jenny: Für mich, ich hatte es gestern erst mit meinem Mann davon, für mich,

Jenny: dieses Thema Öffentlichkeit, würde ich fast behaupten, ist mittlerweile wie abgeschlossen.

Jenny: Für mich ist diese, wie gesagt, dass die Nase jetzt nicht symmetrisch ist und

Jenny: die Lippe ist für mich gar kein Thema, gar nicht irgendwie. Also es ist für

Jenny: mich wie abgeschlossen.

Jenny: Ich gehe mit ihr gar nicht 0,0 irgendwie noch anders um, wie ich es mit meiner

Jenny: ersten Tochter gemacht habe.

Jenny: Und mein Mann meinte gestern interessanterweise, der hat gesagt,

Jenny: er glaubt schon, dass manche Leute immer noch mal gucken und ich so,

Jenny: krass, fällt mir gar nicht auf, also gar nicht.

Jenny: Und ja, es.

Sandra: Ist halt auch mit der ersten Operation so diese riesige Sorge,

Sandra: wie behindert ist mein Kind durch diese Fehlbildung, die ist halt damit soweit

Sandra: eigentlich, wenn es gut läuft, so wie wir jetzt alle hoffen, damit gegessen.

Sandra: Also da bleiben jetzt keine groben Behinderungen zurück.

Sandra: Also wie wir schon gesagt haben, Siegen hat eine Restlochrate von unter ein Prozent.

Sandra: Also es gibt eigentlich keine Restlöcher dort und damit auch keine bestehende Behinderung mehr.

Jenny: Genau.

Sandra: Ja, das sind einfach kleinere Dinge und ich weiß nicht, ob ich das so sagen

Sandra: darf als Mama, die kein Kind mit Lippenspalte hat, aber ein ästhetisches Problem quasi nur noch.

Jenny: Ja, darfst du sagen. Also eine kleinere. Ja, genau.

Sandra: Nicht mehr die Behinderung.

Jenny: Ja, genau. Und was jetzt halt noch kommt, also ich habe schon auch wieder sehr

Jenny: großen Respekt und auch ein bisschen Angst vor der zweiten OP.

Jenny: In Bezug auf was jetzt auf sie zukommt nochmal alles.

Jenny: Und bin dann glaube ich wirklich sehr, sehr froh, wenn das alles hinter uns ist.

Jenny: Aber sie ist für mich vollkommen perfekt, so wie sie ist.

Jenny: Und ich glaube, die Kinder können langfristig gesehen das annehmen,

Jenny: wenn man denen das auch immer wieder kommuniziert.

Jenny: Wenn man immer wieder sagt, im Sinne von, auch wieder den Bezug zur Normal,

Jenny: was ist normal, was ist nicht normal.

Jenny: Wieso sollte meine erste Tochter, sage ich jetzt mal, ohne diese Narbe normaler

Jenny: oder schöner sein als meine zweite Tochter mit der Narbe?

Jenny: Das sind beides wundervoll perfekte Wesen, wunderhübsch und hübsch ist ja so relativ, hübsch ist so.

Sandra: Aber sie sind wirklich hübsch. Ich kenne ja Bilder von deinen Kindern,

Sandra: sie sind wirklich brutal hübsch.

Jenny: Ja, beide. Aber ich finde auch hübsch, sie sind vollkommen perfekt in ihrem

Jenny: Sein, in ihrem Scheinen, so wie sie sind.

Jenny: Hübsch ist so relativ so.

Jenny: Das kommt von innen. Ja, was ist hübsch, hübsch ist so. Sie sind einfach so,

Jenny: wie sie sind, perfekt und ja.

Sandra: Jenny, hast du noch irgendwas hinzuzufügen?

Jenny: Ja, ich überlege, vielleicht ist es noch abschließend nochmal ganz wichtig zu

Jenny: sagen, dass es einfach bei diesem ganzen Thema kein richtig oder falsch gibt.

Jenny: Ja, also ich finde es total faszinierend, wie die menschliche Psyche so funktioniert und ich glaube,

Jenny: jeder findet so seinen eigenen Weg, damit umzugehen.

Jenny: Und nur weil ich für mich, also ich, ich, ja, also ich war oder bin einfach

Jenny: ein sehr verletzlicher Mensch, was das alles angeht und habe da vieles sehr

Jenny: nah an mich herangelassen.

Jenny: Und keine Ahnung, ob das richtig ist, ob das falsch ist, aber man muss das ja gar nicht bewerten.

Jenny: Ja, also so wie das jeder für sich, so wie jede Familie ihr den für sich richtigen

Jenny: Weg findet, ist es richtig.

Jenny: Und alles, was wir hier wollen, ist einfach nur Erfahrung weitergeben und total wertfrei.

Jenny: Ja, und einfach nur, dass jeder einfach auch auf sich hören muss,

Jenny: auf sich hören muss, auf seine Gefühle hören muss und das ist einfach das Allerwichtigste bei allem.

Jenny: Und nur weil zum Beispiel fünf Personen, sage ich jetzt mal,

Jenny: Dankeskarten rumschicken mit Bild, dann darfst du trotzdem die eine sein,

Jenny: die sagt, will ich nicht.

Jenny: Und dann ist das genauso richtig, wie Dankeskarten mit Bild zu schicken oder

Jenny: welche ohne Bild zu schicken.

Jenny: Also versteht ihr, wie ich meine? Es gibt da einfach kein richtig oder falsch,

Jenny: sondern man muss auf sich hören.

Jenny: Das ist einfach das Aller, Aller, Allerwichtigste.

Jenny: Weil jeder ist anders, jeder ist individuell, für jeden ist,

Jenny: ja, jeder hat ein anderes Maß und, und, das kann er nur selber wissen.

Jenny: Das, ja, sieht kein anderer, weiß kein anderer und genau so,

Jenny: ich habe jetzt auf jeden Fall genug gequasselt und ich meine.

Sandra: Nick, du hast gequasselt, du hast unfassbar schöne Sachen erzählt und genau

Sandra: die richtigen Worte gefunden.

Jenny: Ich hoffe es. Wir würden uns sehr über Feedback freuen.

Jenny: Also sagt uns einfach mal Bescheid. Mich würde es auch einfach wahnsinnig interessieren.

Jenny: Auch wie Euse. Wie ist es bei euch?

Sandra: Wie fühlt ihr euch?

Jenny: Genau. Wir sind voll offen. Ihr könnt auch einfach gerne mal in den Podcast

Jenny: kommen und eure Geschichte erzählen.

Sandra: Erfahrungsberichte sind so wichtig.

Jenny: Wir wollen Gehör schaffen für das Thema. Dass es gehört wird. Und, genau.

Jenny: So, das Zitat von der Folge. Möchtest du das vorlesen? Soll ich es vorlesen?

Sandra: Ich finde, das passt heute bei dir.

Jenny: Ja? Ja, okay. In jedem Kind liegt eine neue Welt.

Jenny: Ganz wundervoll. Das ist schön. Jedes Kind ist perfekt, so wie es ist.

Jenny: In dem Sinne. In dem Sinne. Ne?

Sandra: Macht's gut, ihr Lieben. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

Jenny: Ganz sehr freuen wir uns. Ganz liebe Grüße und habt einen schönen Tag. Bis bald. Tschüss.

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